Im
Jahre 1964 wandte ich mich an den Leipziger Prisma-Verlag mit einem
Romanmanuskript über den mecklenburgischen Hofbildhauer Rudolf Kaplunger (1746
- 1795). Er war gewissermaßen der „Überlebende“ aus einer gescheiterten
Dissertation über die Ludwigsluster Hofkunst und der Roman das Ergebnis meiner „Trauerarbeit“.
Der
Verleger Klaus Zenner quittierte mein Angebot mit der Frage, wer sich wohl für einen unbekannten
Ludwigsluster Hofbildhauer interessieren werde; wenn ich schon einen Roman
schreiben wolle, dann doch besser über Rembrandt, den kenne schließlich
jeder... Ich glaubte diesen Vorschlag nicht ernst nehmen zu können, und
vielleicht war er ja auch nicht ernst gemeint... Ich schrieb also zurück, dass
es schon viele Rembrandt-Romane gäbe, wozu noch einen weiteren produzieren?
Dennoch
- die Idee hatte sich in meinem Bewusstsein festgesetzt und begann zu rumoren
und zu arbeiten, ihr Volumen teilte sich immer wieder und erfüllte meine
inneren Räume.