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Freitag, 16. August 2013

Renate Krüger: Des Königs Muskant. Erzählung um Carl Philipp Emanuel Bach

Das Buch wurde Anfang der 80er Jahre im damaligen Berliner Kinderbuchverlag entwickelt, um jüngere Leser mit den Werken von Kunst und Kultur vertraut zu machen. Wenn der Name Bach genannt wird, denkt man vor allem an den großen Johann Sebastian und nicht an seinen wohl berühmtesten Sohn Carl Philipp Emanuel, den Kapellbedienten des preußischen Königs Friedrichs II., um den die Erzählungen dieses Buches kreisen. Er ist einer der Vertreter des sogenannten Zeitalters der Empfindsamkeit, der neuen bürgerlichen Gefühlsbetontheit. Sein Abschied vom höfischen Berlin und sein Neubeginn im bürgerlichen Hamburg dürfte von den Lesern in der DDR mit besonderer Aufmerksamkeit wahrgenommen worden sein…
Es geht um Glanz und Glamour, um Intrigen und Spionage, wobei auch fiktive Elemente eine Rolle spielen. Bekannte Persönlichkeiten treten auf: der Preußenkönig und sein Bruder Heinrich, Voltaire und Lessing, und all das fließt aus der Feder des fiktiven Erzählers und Archivars François de La Chevallerie.

Das Buch ist im Verlag EDITION digital erschienen und über die einschlägigen
Ebook Shops zu beziehen.

Sonntag, 30. Juni 2013

Licht auf dunklem Grund. Ein Rembrandt-Roman


Im Jahre 1964 wandte ich mich an den Leipziger Prisma-Verlag mit einem Romanmanuskript über den mecklenburgischen Hofbildhauer Rudolf Kaplunger (1746 - 1795). Er war gewissermaßen der „Überlebende“ aus einer gescheiterten Dissertation über die Ludwigsluster Hofkunst und der Roman das Ergebnis meiner „Trauerarbeit“.

Der Verleger Klaus Zenner quittierte mein Angebot mit der Frage,  wer sich wohl für einen unbekannten Ludwigsluster Hofbildhauer interessieren werde; wenn ich schon einen Roman schreiben wolle, dann doch besser über Rembrandt, den kenne schließlich jeder... Ich glaubte diesen Vorschlag nicht ernst nehmen zu können, und vielleicht war er ja auch nicht ernst gemeint... Ich schrieb also zurück, dass es schon viele Rembrandt-Romane gäbe, wozu noch einen weiteren produzieren?

Dennoch - die Idee hatte sich in meinem Bewusstsein festgesetzt und begann zu rumoren und zu arbeiten, ihr Volumen teilte sich immer wieder und erfüllte meine inneren Räume.