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Montag, 23. Februar 2015

Warum Cimbelstern?


Dieses Blog trägt den Namen Cimbelstern und erweckt damit Assoziationen ins Freundlich-Geheimnisvolle. Cimbeln (auch Cymbeln oder Zimbeln) sind Musikinstrumente, die schon in der Bibel vorkommen. Sie bestehen aus Metall, dessen Schwingungen einen hellen auffordernden Klang erzeugen.
Der Cimbelklang wird zum Ausdruck der Freude, der den Alltag verwandelt.  Aus dieser Absicht ging der Cimbelstern hervor, ein dekoratives Spielwerk an Orgeln, das seit dem 15. Jahrhundert bekannt ist. Am Orgelprospekt befindet sich ein beweglicher Stern, an dem kleine Glöckchen befestigt sind. Durch einen Luftstrom angetrieben, dreht sich dieser Stern und bringt dadurch die Glöckchen zum Klingen. Cimbelsterne waren besonders an Barockorgeln beliebt, bisweilen mehrere an einem Instrument. Ihr Einsatz führt zu einem geheimnisvollen oder fröhlichen Überhöhungseffekt der Orgelmusik.
Diese Erfahrung lässt sich auch auf den Alltag übertragen. In unserem Zusammenhang hat der Cimbelstern eine allegorische oder symbolische Bedeutung, wir suchen nach den fröhlichen Zugaben im oftmals tristen Alltag. Was spricht dagegen, das Leben mit dem Klang des Cimbelsterns zu verschönern, immer wieder nach dem Schönen und Belebenden zu suchen und die bisweilen so graudüstere Lebensroutine damit zu durchdringen? Da war doch noch etwas… Ja, da ist doch noch etwas. Der Cimbelstern.

Sonntag, 9. Dezember 2012

Auf dem Weg


Jemand geht einen Weg. Einen Weg, keine Straße. Man sieht die Gestalt nur von hinten, es ist ein trüber Tag. Doch auch dieser sparsame Anblick verrät vieles. Es ist eine Frau, und sie ist nicht mehr jung. Sie geht diesen Weg nicht zum ersten Mal, die Umgebung ist ihr vertraut. Sie geht auch nicht nur so spazieren, sie hat ein Ziel. Sie zieht den Blick des Betrachters mit sich. Es handelt sich zwar um eine Situation aus dem alltäglichen Leben, und doch eröffnet dieser Anblick einen größeren Zusammenhang. Den Weg wissen… Sich aufmachen… Vertrauensvoll auf ein Ziel zugehen.