Dieses Blog trägt den Namen Cimbelstern und
erweckt damit Assoziationen ins Freundlich-Geheimnisvolle. Cimbeln (auch
Cymbeln oder Zimbeln) sind Musikinstrumente, die schon in der Bibel vorkommen.
Sie bestehen aus Metall, dessen Schwingungen einen hellen auffordernden Klang erzeugen.
Der Cimbelklang wird zum Ausdruck der Freude, der
den Alltag verwandelt. Aus dieser
Absicht ging der Cimbelstern hervor, ein dekoratives Spielwerk an Orgeln, das
seit dem 15. Jahrhundert bekannt ist. Am Orgelprospekt befindet sich ein
beweglicher Stern, an dem kleine Glöckchen befestigt sind. Durch einen
Luftstrom angetrieben, dreht sich dieser Stern und bringt dadurch die Glöckchen
zum Klingen. Cimbelsterne waren besonders an Barockorgeln beliebt, bisweilen
mehrere an einem Instrument. Ihr Einsatz führt zu einem geheimnisvollen oder
fröhlichen Überhöhungseffekt der Orgelmusik.
Diese Erfahrung lässt sich auch auf den Alltag
übertragen. In unserem Zusammenhang hat der Cimbelstern eine allegorische oder
symbolische Bedeutung, wir suchen nach den fröhlichen Zugaben im oftmals
tristen Alltag. Was spricht
dagegen, das Leben mit dem Klang des Cimbelsterns zu verschönern, immer wieder
nach dem Schönen und Belebenden zu suchen und die bisweilen so graudüstere
Lebensroutine damit zu durchdringen? Da war doch noch etwas… Ja, da ist doch
noch etwas. Der Cimbelstern.

